Montag, Dezember 11, 2017
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Immaterielles Kulturerbe

Zum immateriellen Kulturerbe zählen Praktiken, Darstellungen, Ausdrucksformen, Wissen und Fertigkeiten, die Gemeinschaften, Gruppen und gegebenenfalls Einzelpersonen als Bestandteil ihres Kulturerbes verstehen. Konkret umfasst das immaterielle Kulturerbe mündlich überlieferte Traditionen und Ausdrucksformen, darstellende Künste, das Wissen und die Praktiken in Bezug auf die Natur und das Universum, gesellschaftliche Praktiken, Rituale und Feste sowie traditionelle Handwerkstechniken.

UNESCO Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes

Das UNESCO Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes wurde im Rahmen der 32. Generalversammlung der UNESCO im Jahr 2003 beschlossen und stellt eine von sieben UNESCO-Konventionen im Bereich Kultur dar.

Seine vier Hauptziele sind:Watch Full Movie Online Streaming Online and Download

  • die Erhaltung immateriellen Kulturerbes,
  • die Sicherung des Respekts vor dem immateriellen Kulturerbe von Gemeinschaften, Gruppen und Einzelpersonen,
  • die Schaffung von Bewusstsein für und die Anerkennung der Bedeutung immateriellen Kulturerbes auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene
  • sowie die Unterstützung internationaler Zusammenarbeit.

Seit der österreichischen Ratifizierung des Übereinkommens im Jahr 2009 ist die Österreichische UNESCO-Kommission mit der nationalen Umsetzung des Übereinkommens und der Erstellung des Österreichischen Verzeichnisses des Immateriellen Kulturerbes betraut.

ÖSTERREICHISCHES VERZEICHNIS – immaterielles Kulturerbe

Damit eine möglichst breite Beteiligung der TraditionsträgerInnen am Prozess der Erstellung gewährleistet werden kann, sind diese selbst aufgefordert, Anträge zur Aufnahme zu verfassen und an die Österreichische UNESCO-Kommission zu senden.

Ein Fachbeirat – bestehend aus VertreterInnen von fünf Bundesministerien, der neun Landeskulturabteilungen sowie zehn ExpertInnen aus Sozial-, Kultur- und Naturwissenschaften – entscheidet halbjährlich über die Aufnahme von Traditionen in das Österreichische Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes und über ihre Nominierung für eine der internationalen Listen gemäß des UNESCO-Übereinkommens zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes.

Mittlerweile zählt das Österreichische Verzeichnis über 80 Eintragungen – aus den Bereichen:

  • „Mündliche überlieferte Ausdrucksformen, einschließlich der Sprache als Trägerin des immateriellen Kulturerbes“
  • „Darstellende Künste“
  • „Gesellschaftliche Praktiken, Rituale und Feste“
  • „Wissen und Praktiken im Umgang mit der Natur und dem Universum“
  • „Traditionelle Handwerkstechniken“

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